Presse-Informationen

Pressemitteilung

Hilfe für verletzte Kinder-Seelen e.V.

EIN ORT DER ZUFLUCHT UND DES VERSTEHENS

 

Recklinghausen. Trauernde Kinder fanden und finden kaum Berücksichtigung. Ihr Verhalten nach dem Tod eines nahestehenden Angehörigen wird oftmals fehl interpretiert. „Mein Kind weint gar nicht, hören wir oft. Nein, sie sind wütend oder aggressiv, lachen unmotiviert oder sind gedanklich abwesend, schulische Leistungen können nachlassen. Nachts kommen oft die Monster und sie können nicht schlafen, sie haben Angst und auch Existenzsorgen“, so Anna Pein, Fachberaterin für Psychotraumatologie und Familientrauerbegleiterin. „Diese Qualen möchten wir verhindern helfen. Die seelische und damit verbundene körperliche Gesundheit möchten wir den Kindern erhalten oder zurück erobern“. 

 

Der gemeinnützige Verein „Hilfe für verletzte Kinder-Seelen e.V. mit Sitz in Recklinghausen hilft trauernden Kindern und Jugendlichen mit dem Unabänderlichen, den Tod eines ihnen wichtigen Menschen, leben zu lernen. „Wir helfen den jungen Menschen mit ihrer schweren Lebenssituation klar zu kommen und begleiten sie auf ihrem Trauerweg so lange, wie sie uns brauchen“, so Pein. 

 

Kinder trauern anders. „Kinder und Jugendliche, die ein Elternteil, ein Geschwisterkind oder einen anderen lieben Menschen durch Tod verloren haben, brauchen einen Ort der Zuwendung und des Verstehens; sie brauchen einen geschützten Raum. „Wichtig für betroffene Kinder ist, dass sie bei uns andere Kinder treffen können, die das gleiche oder ein ähnliches Schicksal haben. Zu wissen, ich bin nicht allein, dem so etwas passiert ist, hilft ihnen“, so Pein. Sie erfahren dabei achtsame Begleitung durch eine Fachkraft und geschulte Ehrenamtliche.

 

Der Verein hatte für seine Angebote Räume gesucht. Der Vorstand des Trägervereins „Fritz-Husemann-Haus e.V.“ hörte von dem Problem und hat spontan Hilfe zugesagt. „ Ab November können wir zwei Räume im Fritz-Husemann-Haus kostenfrei für die Arbeit mit trauernden Kindern und Jugendlichen zur Verfügung stellen“, sagt Gerd Liebetanz, Vorstandsvorsitzender des Trägervereins. „Wir sind sehr dankbar für diese Unterstützung. Jetzt können wir mit unseren Angeboten und insbesondere mit den Kindertrauergruppen konkret beginnen“, so Rechtsanwalt Matthias Heemeyer, Vereinsvorstand. Allerdings stelle dies keine dauerhafte Lösung dar. Der Verein sucht weiterhin nach eigenen Räumlichkeiten, der nach den Bedürfnissen von trauernden Kindern eingerichtet werden kann. „Die Problematik besteht darin, dass der Verein auf Spenden und Förderer angewiesen ist. Trauerarbeit erhält keine öffentliche Förderung“ so Heemeyer. „Die Angebote sind für betroffene Familien kostenfrei. Wenn ein Ernährer oder gar der Haupternährer fehlt, wird es oftmals finanziell ganz eng für die Familien. Daran darf die Annahme unserer helfenden Angebote aber nicht scheitern“.

 

Weitere Unterstützung findet der Verein „Hilfe für verletzte Kinder-Seelen“ durch seine prominenten Botschafter, Schauspieler und Sänger Tom Barcal sowie Popschlagersänger Jürgen Peter (Mary Jane). Beide engagieren sich ehrenamtlich und setzen sich dafür ein, den Verein in der Öffentlichkeit bekannt zu machen und werben um Spenden. „Wir möchten, dass alle betroffenen Kinder und Jugendliche langfristig die Hilfe des Vereins in Anspruch nehmen können. Für den Erhalt und die Sicherung dieser Arbeit setzen wir uns gerne ein“, so Tom Barcal. „Geplant sind Benefizkonzerte, man wird noch von uns hören“, verspricht Jürgen Peter.

 

Näheres zum Verein unter www.verletzten-kinderseelen-helfen.de 

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„Mein Kind weint gar nicht!“

Kinder zeigen ihre Trauer anders als Erwachsene. Kinder fassen ihre Trauer nicht unbedingt in Worte oder zeigen sie durch Weinen. Sie nutzen andere Ausdrucks- möglichkeiten wie Spielen, Toben, Schreien, Angst, übertriebene Albernheit – oft sieht es so aus, als trauerten sie gar nicht. Manche Kinder ziehen sich auch zurück, „mich versteht ja doch keiner!“

 

Lange Zeit fand Trauer von Kindern keine Beachtung! Doch wenn Kinder in ihrer Trauer sich nicht ernst genommen fühlen, verschließen sie sich oft gegenüber ihren Mitmenschen oder werden aggressiv und wütend. Vielfach verschlechtern sich auch ihre schulischen Leistungen. Ebenso kann es zu psychosomatischen Beschwerden wie Kopf- oder Bauchschmerzen oder auch asthmatische Beschwerden kommen.

 

Ein Ort der Zuflucht und des Verstehens

Der Verein „Hilfe für verletzte Kinder-Seelen e.V.“ hat sich ein Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche zum Ziel gesetzt. Kinder, die ihre Mama oder ihren Papa, Ihre Schwester oder ihren Bruder oder einen anderen ihnen wichtigen Menschen durch Tod verloren haben, brauchen einen Ort der Zuwendung und des Verstehens. Es gibt viele Kinder, die dieses Erleben verkraften müssen. Es hilft ihnen, andere Kinder mit gleichem oder ähnlichem Schicksal zu treffen.

 

In den Trauergruppen des Vereins erhalten die Kinder einen geschützten Raum für ihren individuellen Trauerweg. Hier können sie ihre Trauer auf ihre Art erleben. Dabei werden sie achtsam von Fachkräften und geschulten Ehrenamtlichen begleitet.

 

Kinder trauern individuell und wenig vorhersagbar

Kinder und Jugendliche brauchen Zeit und Raum für ihren ganz persönlichen Trauerweg. Hilfe für verletzte Kinder-Seelen e.V. setzt der Trauerzeit keine Grenzen. Betroffene Kinder und Jugendliche können zu jederzeit aufgenommen werden und so lange kommen wie sie die Gemeinschaft ihrer Trauergruppe und die Begleitung brauchen. Das wissen die Kinder selbst am besten und entscheiden hier auch selbst darüber. Insofern können sie sich auch zu jederzeit aus ihrer Trauergruppe verabschieden.

 

„Wir helfen Kindern und Jugendlichen mit dem Unabänderlichen, den Tod eines nahestehenden Menschen, leben zu lernen. Wir helfen ihnen, mit ihrer schweren Lebenssituation klar zu kommen und begleiten sie auf ihrem Trauerweg so lange, wie sie uns brauchen.“

 

Trauer und Trauma liegen oftmals ganz dicht beieinander

Wir helfen verletzten Kinderseelen – wir …  

  • begleiten trauernde Kinder und Jugendliche, die einen lieben Menschen durch Tod verloren haben und/oder zu Halbwaisen/Waisen geworden sind, in Einzelgesprächen oder in unseren Trauergruppen;  
  • beraten und begleiten durch den Tod eines lieben Menschen traumatisierte Kinder und Jugendliche;  
  • beraten und begleiten Angehörige betroffener Kinder
  • sind an der Seite von Kindern, wenn ein Elternteil im Sterben liegt;  
  • sind an der Seite von Kindern und ihren Familien, wenn ein nahestehender Angehöriger sich suizidiert hat;  
  • sind an der Seite von Eltern und Geschwistern, wenn sich ein Kind selbst getötet hat;  
  • begleiten in Notfällen, wenn der Tod im Raum steht und Kinder betroffen sind;  
  • unterstützen bei der Gestaltung von Bestattungen;  
    • die Kinder, wenn ein naher Angehöriger gestorben ist;  
    • die Familie, wenn ihr Kind gestorben ist.  

 

Wir helfen Kindern in ihrer Trauer, bevor Trauer sie krank macht

Nach einem einschneidenden Erlebnis wie dem Tod eines nahestehenden Menschen brauchen Kinder und Jugendliche umfassende Hilfe. Nicht verarbeitete Trauer kann auch noch nach Jahren körperliche Reaktionen und Verhaltensauffälligkeiten hervorrufen.

Die Arbeit wirkt präventiv, weil sie neben Schulschwierigkeiten auch die genannten gesundheitlichen Folgen verhindern hilft. Es ist bekannt, dass Erwachsene, die als Kind ein Elternteil verloren haben und ihre Trauer nicht verarbeiten konnten, unter schweren Depressionen leiden können.

 

Trauerarbeit wird nicht finanziert
Eine öffentliche Förderung erhält die Kinder-Trauerarbeit nicht. Trauerarbeit wird nicht finanziert! 

Um den Kindern und Jugendlichen einen verlässlichen Ort zu geben, an dem sie ihre Trauer in einem geschützten Rahmen verarbeiten können, ist der Verein auf Förderer, Spenden und Sponsoren angewiesen.


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Der Verein „Hilfe für verletzte Kinder-Seelen“ stellt sich vor:

(v.l.n.r.) Botschafter Popschlagersänger Jürgen Peter und Schauspieler Tom Barcal, Vereinsvorstand Rechtsanwalt Matthias Heemeyer und Anna Pein, Vorstand des Kultur- und Veranstaltungszentrum Fritz-Husemann-Haus Ulrich Engelmann und Gerd Liebetanz. (Foto: privat)

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Ansprechpartner & Allgemeine Informationen:

ANSPRECHPARTNER:

Anna Pein

Hilfe für verletzte Kinder-Seelen e.V.

E-Mail: mail@verletzten-kinderseelen-helfen.de

Tel.: 02361 / 405 9902

Mobil: 0170 77 47 137

www.verletzten-kinderseelen-helfen.de

 

 

SPENDENKONTO:
Volksbank Marl-Recklinghausen,
IBAN: DE16 4266 1008 5117 5118 00

 

 

VORSTAND:

 

  • Anna Pein, Fachberaterin für Psychotraumatologie, Kinder- / Familientrauerbegleiterin, Autorin
  • Matthias Heemeyer, Rechtsanwalt (LL.M.)

ALLGEMEINE INFORMATIONEN:

  • Der Verein wurde am 06.02.2017 gegründet.
  • Eingetragen am 30.03.2017, Amtsgericht Recklinghausen: VR 2849
  • Anerkennung der Gemeinnützigkeit am 28.03.2017, Finanzamt Recklinghausen: 340/5840/0972
  • Zweck des Vereins ist u.a. die Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens, der Jugendhilfe
  • Vornehmlich der 
    • Förderung, Beratung und Begleitung/Betreuung trauernder Kinder sowie traumatisierter Kinder in Einzelgesprächen oder in Trauer-/Gruppen;
    • Aufbau, Einrichtung und Unterhaltung von Räumen und Kommunikationsmitteln, um Raum für professionelle und individuelle Einzel- und Gruppenbetreuung zu geben;
    • Einsatz, Anwendung und Förderung tiergestützter Therapieformen im Rahmen der Trauer-/Trauma-Situation von Kindern; 
    • Finanzielle Hilfe bzw. Unterstützungsleistungen aus Mitteln des Vereins für Kinder, die unverschuldet in Not geraten sind. Insbesondere dann, wenn ein Ernährer der Familie verstorben ist;
    • Erfüllung von Herzenswünschen von in dieser Satzung genannten, betroffenen Kindern und Jugendlichen sowie deren Geschwister (Waisen, Halbwaisen, traumatisierte, schwerkranke und lebensverkürzend erkrankte Kinder)

Vielen Dank für Ihr Interesse und Engagement!